Der Minijob: Was ist das?

Minijobs

Was ist ein Minijob? Wie sieht diese Vertragsart aus?

Von dem Minijob, auch als 400-Euro-Job oder geringfügiger Beschäftigung bekannt, gibt es zwei Formen, die abhängig von der Dauer oder der Entlohnung sind. Im ersten Fall (Dauer) bezeichnet man den Minijob als kurzfristige Beschäftigung. Im zweiten Fall (Lohn) wird der Minijob auch geringfügig entlohnte Beschäftigung oder 400-Euro-Job genannt. Der Minijob ist somit ein Sonderfall der Teilzeitarbeit.
Die Grundvoraussetzung des Minijobs ist, dass der Arbeitnehmer mit seiner Tätigkeit einschließlich aller Sonderzahlungen nicht mehr als 400 Euro im Monat verdient. Um es auszurechnen, teilt man den Jahresverdienst durch zwölf.
Was die Dauer betrifft, darf der Minijob als kurzfristige Beschäftigung nicht mehr als 50 Arbeitstage oder zwei Kalendermonte andauern.

Was ist mit  Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen?

Im Unterschied mit den gängigen Vertragsarten, ist der Minijob nicht kranken-, pflege- und rentenversichert. Neben dem Gehalt wird der Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge und eine Lohnsteuer pauschaliert zahlen. Wenn man mehr als 400 Euro verdient, also ab 400,01 Euro,  wird der Minijob zum normalen Job und werden Steuern und Sozialversicherungsbeiträge angerechnet.

Kann man einen Minijob neben dem Hauptjob ausüben?

Grundsätzlich ja. Wenn der Arbeitsvertrag die Möglichkeit einer nebenberuflichen Tätigkeit vorsieht, muss der Arbeitgeber des Hauptjobs den Minijob zustimmen. Zwei Begrenzungen sind: 1) der Minijob kann vom Arbeitgeber verweigert werden nur im Falle von betrieblichen Interessen. 2) Der Arbeitnehmer darf den Minijob keinesfalls bei einem Konkurrenten ausüben. Das wäre ein Grund zur fristlosen Kündigung.

Kann man mehrere Minijobs ausüben?

Ja, aber der Gesamtverdienst darf nicht höher als 400 Euro sein.

Wo kann man einen Minijob ausüben?

Er kann sowohl im Unternehmen als auch in Privathaushalten ausgeübt werden.
Bei Mini-Jobs gibt es keine Begrenzung der Wochenarbeitszeit. Es kann mehr als 15 Stunden in der Woche gearbeitet werden, wobei der monatliche Verdienst nicht 400 Euro  überschreiten soll.

Welche Rechte und Pflichte hat der Arbeitsnehmer eines Minijobs?

Arbeitsrechtlich bestehen keine Unterschiede zwischen Minijob und Vollzeitjob. Die Minijobber haben Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub, auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, auf Kündigungsschutz und betrieblichen Sozialleistungen sowie auf Mutterschutz und sonstige Sonderkündigungsschutzrechte. Ein Sonderfall ist die Beschäftigung in der Hauswirtschaft , insofern diese keinen Betrieb im Sinne des Kündigungsschutzgesetzes oder des BGB darstellt.

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